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Walt Disney – Micky Maus LTB

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Als am 1. Oktober 1967 Der Kolumbusfalter und andere Abenteuer als erstes Lustiges Taschenbuch im deutschen Zeitschriftenhandel erschien, gab es bereits die Micky Maus, die seit 1951 die Geschichten von Donald Duck und Co. in Heftform verbreitete, sowie andere Disney-Comichefte. In Italien gab es mit Topolino und I Classici di Walt Disney bereits ähnliche Publikationen;in den Sonntagsbeilagen US-amerikanischer Zeitungen der 1930er bis 1950er Jahre erschienen Fortsetzungsgeschichten mit Micky Maus.

Der damalige Ehapa Verlag versuchte mit der Veröffentlichung des ersten Lustigen Taschenbuches an den italienischen Markt anzuknüpfen, wo Disney-Comics in Taschenbuchform schon lange gute Verkaufszahlen erreichten. Die Länge der Geschichten war zu dieser Zeit immer an den Umfang der Hefte gebunden, das Lustige Taschenbuch bot nun die Möglichkeit, auch längere Geschichten zu erzählen. Es entwickelte sich eine enorme Produktion in Italien, wo zeitweilig die Hälfte aller in Europa geschriebenen und gezeichneten Comics erstellt wurden.

Mit dem Einzug längerer Geschichten wurde an die Tradition alter Abenteuergeschichten des Cartoonisten Floyd Gottfredson angeknüpft, der dieses Genre in den 1930er Jahren geprägt hatte. Typisch für die ersten Bücher (bis Band 79) ist eine Vorgeschichte, die den längeren Erzählungen vorangestellt ist. Die Hauptgeschichten werden in diesen ersten Veröffentlichungen meist durch Zwischenepisoden miteinander verknüpft. Mit wenigen Ausnahmen ist jedes dieser Bücher entweder komplett dem Micky-Maus-Universum oder dem Donald-Duck-Universum zuzuordnen. Seit Band 80 stehen die Geschichten unverbunden nebeneinander und sind manchmal auch innerhalb eines Bandes nicht mehr an ein Universum gebunden.

Das Format der Comics ist in sogenannten Drei-Reihern verfasst – auf einer Seite befinden sich jeweils drei Strips, sofern nicht größere bzw. kleinere Bilder verwendet werden, was in den jüngeren Bänden öfter als früher der Fall ist. Seit 1987 (Ausgabe 119) sind die Bände komplett koloriert, während zuvor nur jede zweite Doppelseite farbig gedruckt worden war.

Bis Ausgabe 166 wurden die Lustigen Taschenbücher in Italien vom Mondadori-Verlag gedruckt. Seit Ausgabe 167 (1992) werden sie von der GGP-Media im thüringischen Pößneck hergestellt.

Die Preise für das Lustige Taschenbuch wurden im Laufe der Jahre immer wieder erhöht. So kostete die erste Ausgabe des Lustigen Taschenbuches, Der Kolumbusfalter, 1967 noch 2,50 DM, 2011 lag der Preis bei 5,50 €, in Österreich 5,70 €.

Die Erscheinungsweise änderte sich mehrfach. Die Ausgaben bis 1974 erschienen vier- bis fünfmal jährlich, 1975 und 1976 je sechs Mal, von 1980 bis 1983 sieben Mal und von 1984 bis 1989 acht Mal jährlich, wobei 1987 die Nummern 119 und 120 am selben Tag erschienen. Von 1990 bis 1995 erschienen abwechselnd 13 bzw. 12 Bände jährlich. Seit 1996 erscheint das Lustige Taschenbuch 13 Mal jährlich und dabei stets an einem Dienstag im Abstand von vier Wochen.

Anders als die Comichefte des Verlags werden die Lustigen Taschenbücher nicht remittiert und finden sich auch noch Monate später in entsprechenden Ständern in Zeitschriftenregalen.

Am 7. November 2017 erschien der 500. Band. Die Jubiläumsausgabe weist eine Besonderheit auf: Sie kann von vorne und von hinten gelesen werden.
(Quelle Wikipedia )

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